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Auch Schweizer Online-Handel muss auf neue Bestell-Buttons umstellen

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Ab 1.7.2015 müssen auch Schweizer Online-Händler den Kauf-Abschluss klarer kommunizieren. Was bedeutet dies für Ihren Online-Shop!

Nachdem in Deutschland die strengere Button-Regel gesetzlich bereits per 1. August 2012 verankert wurde, gilt nun auch für alle Online-Shops der Schweiz.

Gemäss Mitteilung vom Bakom vom 1.7.2015 hält heute im Schweizer E-Commerce die «neue Button-Lösung» Einzug. Ziel ist es, dass die Kunden im Internet damit besser vor Kostenfallen und Missbrauch geschützt werden. Somit muss der Preis für eine bestimmte Leistung erst dann verrechnet werden, sofern der Preis dafür transparent auf dem Bestell-Button oder in unmittelbarer Nähe steht. Die Buttons für den Bestell-Abschluss müssen zudem gut sichtbar und deutlich lesbar sein. Da dieses Gesetz in Deutschland bereits seit drei Jahren Gültigkeit hat, kann es durchaus sein, dass auch Schweizer Shops diese Regelung berücksichtigen. In diesem Fall besteht somit keinen Handlungsbedarf.

Wurde aber der Shop im August 2012 noch nicht auf diese revidierte Preisbekanntgabeverordnung (PBV) bereinigt, müssen die Kauf-Abschluss-Buttons im Online-Handel per sofort angepasst werden.

Was muss geändert werden?

Bestell-Buttons für den Kaufabschluss müssen neu wie folgt umgesetzt werden:

- direkte Integration: Auf dem für den Kaufabschluss gedachten Button muss der Preis gut sichtbar und klar lesbar direkt publiziert werden.

- indirekte Variante: Der für die Leistung zu bezahlende Betrag muss in unmittelbarer Nähe des Bestell-Buttons zum Abschluss des Kaufprozesse kommuniziert werden. Zudem muss auf dieser Schaltfläche (Button) eindeutig formuliert und gut lesbar sein, dass die Betätigung des Buttons zu Kosten für den Konsumenten führt. Der Button muss mit «Bestellung mit Zahlungsverpflichtung», «kostenpflichtig bestellen», «kaufen» oder «zahlungspflichtig bestellen» beschriftet sein. Wir empfehlen aus rechtlichen Gründen den letzten Vorschlag «zahlungspflichtig bestellen» zu integrieren.

Ein Verstoss gegen diese Regeln kann ab 1. Juli 2015 als unlauterer Wettbewerb bestraft werden.

Ungültig sind Bestell-Buttons mit dem Wording «bestellen», «fortfahren», «Bestellung abschliessen», «Bestellung beenden», «Bestellung absenden» und weitere Formulierungen ohne Deklaration, dass der User für diesen Vorgang kostenpflichtige Leistungen bestellt.

 
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